Zeiten des Umbruchs sind immer eine Herausforderung. Das Alte ist vergangen, das Neue noch nicht erkennbar. Wie ist das auszuhalten? Wir denken: Mit einem Blick zurück. Denn auch früher schon haben Menschen ähnlich gelitten, gehofft, gezweifelt – und einige haben Worte dafür gefunden: „Was bleibet aber, stiften die Dichter.“
Friedrich Hölderlin schrieb diesen berühmten Vers in seinem Gedicht Andenken um das Jahr 1803, in einer Zeit tiefgreifender Umbrüche. Europa war erschüttert von Revolutionen und den Kriegen Napoleons, die vertraute Ordnung zerfiel, vieles geriet ins Wanken. Diese Zeit des Aufbruchs inspirierte außergewöhnlich viele zum Schreiben: Friedrich Hölderlin, Ludwig Uhland, Justinus Kerner, Eduard Mörike oder Wilhelm Hauff. Und natürlich Friedrich Schiller.
Wir sind keine Dichterinnen. Im Gegenteil, wir kommen aus ganz unterschiedlichen Berufen. Was uns verbindet, ist die Liebe zur Sprache und zur Landschaft des Südwestens. Hier, am „schwäbischen Parnass“ (Bernhard Zeller), begegnet man den Dichtern noch heute auf Wegen, in Orten und in der Landschaft. Hier ist die Idee zu Poeterra entstanden. Klar, man kann Gedichtbände lesen. Und irgendwo haben wir alle noch ein paar Zeilen aus der Schulzeit im Kopf.
Aber wir wollen mehr. Worte zurück in den Alltag holen. Unsere Produkte sind ein leiser Gegenentwurf zur Schnelllebigkeit unserer Zeit. In einer digitalen, flüchtigen Welt setzen wir auf das Bleibende. Auf Dinge, die man in die Hand nimmt, die man behält, die mit der Zeit an Bedeutung gewinnen. Vielleicht sind sie ein Anachronismus. Aber genau darin liegt ihre Kraft.
Wenn daraus Neugier auf mehr entsteht, umso besser.
Und wer ein Geschenk sucht, das nicht einfach nur gekauft ist, sondern Bedeutung trägt, ist bei Poeterra genau richtig.