Der Hölderlinturm in Tübingen zählt zu den bedeutendsten Erinnerungsorten der deutschen Literaturgeschichte. Hier lebte Friedrich Hölderlin über 36 Jahre bis zu seinem Tod im Jahr 1843 – aufgenommen von der Schreinerfamilie Zimmer. Der Tischler Ernst Zimmer schenkte dem Dichter damit einen Rückzugsort, nachdem dieser als „unheilbar“ aus der damaligen Behandlung entlassen worden war.
Bis heute prägt der Turm die berühmte Neckarfront. Entlang des Flusses reihen sich Stiftskirche, Burse, Evangelisches Stift und Schloss Hohentübingen zu einem der schönsten Stadtbilder Europas.
Wir haben einen Nachfolger von Tischler Ernst Zimmer. Wie einst Ernst Zimmer öffnet auch Gerd Kley seine Türen: Gemeinsam mit seiner Frau hat er immer wieder Kindern ein Zuhause auf Zeit gegeben – darunter auch jungen Menschen aus der Region um Tschernobyl. Seine Werkstatt in Oberndorf bei Rottenburg am Neckar (10 Kilometer von Tübingen gelegen) wurde so zu einem Ort des Ankommens und des gemeinsamen Gestaltens. In Gerd Kleys Werkstatt entstehen aus heimischem Holz fein gearbeitete Objekte, die genau dieses Erbe aufnehmen.
Aus Erlenholz fertigt Gerd Kley die Tübinger Neckarfront mit dem Hölderlinturm als detailreiche Miniatur. Jedes Haus bringt ein Stück dieser besonderen Landschaft und ihrer Geschichte nach Hause – mit großer Sorgfalt gefertigt, bis hin zur Verpackung, die ebenfalls in seiner Werkstatt entsteht.
Die Miniatur eignet sich als Erinnerung für Studierende an ihren Studienort, als Einladung für interessierte Städtereisende und für Kulturmenschen, die auf den Spuren der württembergischen Dichter sind oder sich auf diese begeben.
Wer auf der Neckarbrücke in Tübingen steht, sieht ab dem Frühjahr die Stocherkähne mit ihren illustren Gästen gemächlich über den Neckar gleiten. Liegt Nebel über dem Neckartal, wirkt die Szenerie mystisch.
Ursprünglich dienten die Stocherkähne der Fischerei und dem Transport von Waren. Heute stehen die flachen Holzboote fürEntschleunigung. Nicht nur Besucher, auch Einheimische schätzen die leise, fast meditative Fahrt über den Neckar.
Für poeterra hat Gerd Kley einen Stocherkahn entwickelt, der diese besondere Atmosphäre aufgreift und in ein kleines Objekt übersetzt. Der poeterra-Stocherkahn ist ein besonderes Mitbringsel aus Tübingen: eine kleine Einladung, sich treiben zu lassen. Und da auf Stocherkähnen nicht selten geheiratet wird, eignet er sich auch wunderbar als Tischdekoration.